Häufige Fragen

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur Maßnahme EBW. Die Liste wird laufend erweitert. Fragen, die Sie nicht in der Liste finden, können Sie uns gerne über das Kontaktformular stellen.

Wie und wann wird über meine Bewerbung entschieden?

Sie können sich über einen Anmelde-Fragebogen für die Teilnahme an der Maßnahme EBW bewerben. Die Teilnehmer*innen-Anzahl ist österreichweit auf 650 Betriebe begrenzt. Die Anmeldefrist für eine Teilnahme ab dem Jahr 2023 ist zu Ende. Für eine Teilnahme ab dem Jahr 2024 ist die Anmeldung bis spätestens 31.3.2023 notwendig. Im Fragebogen werden Vorerfahrungen im Beobachten von ökologischen Kennarten, Ausmaß von Kenntnissen zum Thema Biodiversität sowie die ungefähre Lage und Anzahl potentieller EBW-Flächen abgefragt. Die Entscheidung über eine etwaige Aufnahme in die Maßnahme EBW erfolgt nach Ende der Bewerbungsfrist durch eine standardisierte Auswertung aller eingelangten Fragebögen.

Ist eine Bewerbung auch über einen Papier-Fragebogen möglich?

Wenn Sie keine Möglichkeit haben, den Fragebogen online auszufüllen, kann ihnen der Fragebogen als Ausnahme auch in Papierform zugesendet werden. Bitte kontaktieren Sie uns in diesem Fall.

Was sind Indikatoren?

Indikatoren beschreiben den Zustand des Lebensraums, der erhalten oder entwickelt werden soll. Indikatoren stehen in unmittelbaren Zusammenhang mit der Bewirtschaftung der Fläche. Ein Indikator ist zum Beispiel das Vorkommen bestimmter Pflanzenarten, die empfindlich auf einen hohen Nährstoffgehalt im Boden reagieren. Mehr dazu können Sie hier lesen.

Was passiert, wenn ich das Vorhandensein gewisser Pflanzen nicht beeinflussen kann?

Wenn das Vorhandensein bestimmter Pflanzenarten nicht durch den Bewirtschafter oder die Bewirtschafterin beeinflusst werden kann, dann werden diese Pflanzenarten nicht bei den Indikatoren angeführt. Es kann sein, dass solche Pflanzenarten bei den Zusatzindikatoren zum Zweck der Bewusstseinsbildung angeführt werden, die Zusatzindikatoren sind aber nicht sanktionsrelevant.

An wen kann ich mich bei Fragen zu meinen Zielen und Indikatoren wenden?

Bei flächenspezifischen Fragen zu Zielen und Indikatoren ist der Ökologe oder die Ökologin zuständig, der oder die bei Ihnen am Hof war und die Flächenbegutachtung durchgeführt hat. Für allgemeine Fragen oder Probleme mit der fördertechnischen Abwicklung ist die EBW-Koordinationsstelle die richtige Anlaufstelle. 

Was muss ich als Teilnehmender an der EBW beobachten und dokumentieren?

Alle Bewirtschaftungsmaßnahmen, wie zum Beispiel das Datum der Heumahd, Auf- und Abtrieb des Weideviehs, Düngemaßnahmen, usw., die Sie auf einer EBW-Fläche durchführen, müssen dokumentiert werden. Zudem müssen Sie die Entwicklung und den Zustand der Indikatoren und Zusatzindikatoren beobachten, damit Sie entscheiden können, ob Ihre Bewirtschaftungsmaßnahmen den gewünschten Erfolg bringen und Sie die Ziele auf den Flächen erreichen. Für die Dokumentation können Sie die EBW-App nutzen oder das sogenannte Fahrtenbuch. Nach Aufnahme in die Maßnahme EBK und erfolgtem Beratungsgespräch erhalten Sie einen Zugang dazu. Für Fragen stehen Ihnen der oder die EBW-Berater*in bzw. die EBW-Koordinationsstelle zur Verfügung.

Wie hoch sind die Prämien in der EBW?

Die Prämien orientieren sich an den derzeit aktuellen Prämien der ÖPUL Naturschutzmaßnahme und der jeweiligen Bewirtschaftungserfordernissen der Fläche (zum Beispiel dass die Fläche schwer bewirtschaftbar ist). Zusätzlich wird ein Flächenbeobachtungs-Zuschlag gewährt (geplant: 40 – 90€/ha/Jahr). Dieser Zuschlag soll den Aufwand abgelten, den die Bauern und Bäuerinnen für das Beobachten und Aufschreiben der Indikatoren und der Bewirtschaftung haben. Der Flächenbeobachtungs-Zuschlag orientiert sich am Erhaltungszustand des jeweiligen Lebensraumes. Je besser der Erhaltungszustand des Lebensraums ist, umso höher ist auch die Prämie. Wenn der Landwirt oder die Landwirtin den Erhaltungszustand des Lebensraumes innerhalb der Förderperiode verbessert, wird auch die Prämie entsprechend angepasst. Lebensräume in Natura 2000 Gebieten sollen ebenfalls einen Zuschlag erhalten (geplant: 100 €/ha/Jahr). Diese Informationen orientieren sich am bei der Europäischen Kommission eingereichten österreichischen GAP-Strategieplan.

Fördergeber 

Wiesenpanorama